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Kulturelle Entwicklung seit der Eiszeit

Vom Eis (Eiszeit) zum Feuer (Energie) spannt sich das Grundthema der Darstellung vor- und frühgeschichtlicher Exponate der Umgebung Gladbecks. Energie-Einsatz und Energie-Gewinn sind grundlegende Voraussetzungen für die Entwicklungsschritte des Menschen in den verschiedenen Kulturstufen. Sie sind damit bis heute - und in die Zukunft - ein Zentralthema.

In der Eiszeit bildeten sich die Lebenswelt und die Erdoberfläche; sie schafften auch die Grundlage für die kulturelle Entwicklung (Siedlung, Nahrung) der Menschen im Gladbecker Raum. Feuer hat Bedeutung für den Nahrungserwerb (Rodung) und die Nahrungsverarbeitung ebenso wie für die Keramikherstellung und die Metallproduktion.
Drei örtliche Funde sind von besonderer Wichtigkeit und geben die Gliederung des Raumes 3
Gladbecker Waldwisent
Gladbecker Waldwisent
Ein Blick in den Raum Kulturelle Entwicklung seit der Eiszeit
vor:

Ein Skelettfund eines eiszeitlichen Waldwisents stellte sich als eines der wenigen, fast vollständig erhaltenen Fundstücke dieser Art in Europa heraus. Einen Abguß sehen Sie im Museum.

Das Kupferbeil von Gladbeck ist für die Wissenschaft ein sogenanntes Typusbeil: der Gladbecker Fund zeigt noch die steinzeitliche Trapezform, das Materiel ist aber überwiegend Kupfer, so daß es in die frühe Bronzezeit, die “Kupferzeit” eingeordnet werden muß.

Der Urnenfriedhof aus der Bronze- und Eisenzeit gehört mit über 200 Fundstellen zu den größeren Anlagen dieser Art in Westdeutschland. Er wurde in den 1930er Jahren im Gladbecker Ortsteil Ellinghorst freigelegt.

Anhand einer Inszenierung vom Fund bis zur Ausstellungsvitrine können Sie sich sicher ein wenig in die handelnden Personen einfühlen und den archäologischen Ablauf der Grabung nachvollziehen.