Stadtgeschichte hat ja immer auch mit dem Lebensraum
von Menschen zu tun. Die Vorgaben der Natur, hier der Nordrand des Rheinischen
Schiefergebirges, überdeckt von Kreideschichten, bestimmen den Spielraum
menschlichen Handelns; zugleich greift der handelnde Mensch zunehmend massiver
in den Naturraum ein: Rodung, Bachkanalisation, Aufschüttung von Halden,
um nur einige Beispiele zu nennen.
Stadtgeschichte ist zugleich auch ein spezieller Ausschnitt der allgemeinen
geschichtlichen Entwicklung.
- Geopotential des
Gladbecker Raumes
-
- Ein Blick in den Raum Naturkundliche Grundlagen
Schon im ersten Raum werden Sie auf mehrere grundsätzliche Themen
aufmerksam gemacht, die beim Gang durch das Museum vertieft und in spezielleren,
lokalen Aspekten verdichtet werden. Vernetzte Zusammenhänge (Vorausschau
- Rückblick, Lokales - Allgemeingültiges), in denen sich der
Mensch als handelnde und erfahrende Person wiedererkennt, sind der “rote
Faden” und das Anliegen unserer Ausstellung.
Bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert (Stichwort: Bergbau) nutzte
der Mensch die Erdoberfläche landwirtschaftlich. Erst mit dem Einzug
des Bergbaus drang er in die Tiefe der Erde vor, er nutzte die Bodenschätsche
(hier die Kohle) und veränderte zugleich die Erdoberfläche. Die
stoffliche Zusammensetzung der Erde (Silizium, Kohlenstoff), die allgemeinen
und speziellen stofflichen Verlagerungen (Ablagerungen, Kohlebildung und
Aufhaldung) von der Entstehung der Erde bis heute verdeutlichen am Beispiel
Gladbecks alltägliche Erfahrungen und Gegebenheiten.