Die Dauerausstellung
Das Gladbecker Stadtmuseum in der reizvollen Umgebung des Wasserschlosses
Wittringen und des umliegenden Freizeitparks hat zuletzt 1989 eine gänzliche
Neugestaltung der Innenräume erhalten. Der Besucher sieht eine Ausstellung,
die sich zum Ziel setzt, das heutige Stadtbild und die heutige Situation
des Raumes zu erklären. Hierbei werden die geologischen Grundbedingungen
der Wirtschaftsstruktur und damit verbundenen Probleme ebenso aufgezeigt
wie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen durch das Mittelalter
bis in die Gegenwart. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Bergbaugeschichte.
Dabei steht der Mensch als einzelner und der Gruppe, als Gestalter seiner
Geschichte, aber auch in seinen vielfältigen Abhängigkeiten im
kulturellen und gesellschaftlichen Wandel der Zeit im Mittelpunkt. Das Vermittlungsziel
des Museums ist es, Prozesse und Zusammenhänge allgemeingültiger
Art am konkreten Beispiel, nämlich der historischen Entwicklung des
Gladbecker Raumes, deutlich zu machen.
Im Erdgeschoss werden zunächst die geologischen Grundlagen und die kulturelle
Entwicklung seit der Eiszeit auf der Grundlage der Energieerzeugung und –nutzung
dargestellt. Es folgt in vier Räumen die Präsentation der vormodernen
Geschichte vom Mittelalter bis ins ausgehende 18. Jahrhundert.
Die zweite Etage widmet sich der Bergbau- und Industriestadt Gladbecks, wobei
nach der Darstellung der Arbeits- und Lebenswelt der Bergleute und ihrer
Familien in den folgenden Räumen die Geschichte Gladbecks in der Vorkriegs-,
der NS- und der Nachkriegszeit problematisiert wird.
Die Präsentation versucht, wo immer es möglich ist, Vitrinen zu
vermeiden und mehr mit Ensembles, audiovisuellen Medien, Filmen und Erlebnisräumen
zu arbeiten.